Dienstag, 22. März 2011

Barcelona? Me gusta mucho!

Moin moin!
Long time no write..aber..einfach keine Zeit. Und so.
Diese Expatriate Sache hat sich ENDLICH  geklärt. Jelena (die andere Deutsche) war sehr fleissig und hat für uns beide jemanden besorgt..naja und dieser jemand ist niemand geringeres als der CEO von Siemens. Ich habe jetzt schon Angst!
Ansonsten..habe ich ja letztes Wochenende die liebe Lina in Barcelona besucht :) Es war natürlich so super wie erwartet, auch wenn ich immer noch unter meinen Schlafmangel, Muskelkater und gefühlten 50 Blasen an meinen Füssen leide. Natürlich haben wir uns auch  ganz traditionell nen Sonnenbrand geholt, aber das ist ja nichts neues und fast schon nicht mehr erwähnenswert.
Da ich keine Lust habe, eine minutiöse Berichterstattung der letzten 3 Tage zu machen (sorry), hier also der Schnelldurchlauf: 
Tag 1 Flughafen – abholen-Freude-Zug fahren-noch mehr Freude-Laber laber – Hello Barcelona! – awesome Dinner und spanisches Bier – Darauf nochn Mojito – orientierungslos – penetrante Kellner – „oh, ich weiss wo wir sind“ – schlafen
Tag 2 Starbucks Frühstück-Arc de Triomf (mit sehr smarten Fotos)-Park – PRIMARK- Primark-Primark (ja, wie waren sehr lange da) –Strand-beobachten eines semi-guten Strandfotoshootings-Fussschmerz-Suche nach dem Lidl-einkaufen-schon wieder verlaufen-aus 10 Minuten laufen wird eine Stunde-nahe dem Hungertod-mit letzter Kraft doch noch ans Ziel kommen -Schlina ist wie immer Master of Cooking-lame sein und nicht mehr ausgehen-schlafen
Tag 3 Lina verliert ihre arme Strickjacke und muss den ganzen Tag frieren – Park Güell bei bestem Wetter  (ausserdem waren wir scheinbar nicht die einzigen, die diese Idee hatten) – Eis essen als Belohnung für..ääh..die Strapazen des Herumlaufens-in der Sonne sitzen und Länderraten (Trefferquote nahezu 90%) –Sagrada Familia – Schlange zu lang und wieder Abmarsch – kleiner Boxenstop bei Lina zu Haus – Resteessen und chillen –Churros essen – Treffen mit Linas Eltern-Tapas essen – Abschied
Tag 4 Lina geht vorbildlich zur Arbeit und ich hänge zuerst alleine und dann mit Linas Eltern rum – Rückflug – Busfahrt nach Hause – Kind erbricht sich im Bus in die Einkaufstüte seiner Oma – Laune im Keller – Geburtstagsparty meiner Mitbewohnerin – Müdigkeit hoch 10- einfach lächeln und winken-gefühlte 2 Stunden schlafen – UNI

Jetzt bin ich wohl so mehr oder weniger in der Gegenwart angekommen. Heute muss ich mich erstmal auf die Suche nach Schuhen machen, in denen ich keine Blasen kriege und muss irgendwie mein Schlafdefizit aufholen. Wie gut, dass ich Freitag einen Erasmustrip nach Sevilla und Córdoba mache. Da werde ich ja sicherlich viel Schlaf kriegen.

Donnerstag, 10. März 2011

Botschaft der Woche


Ja, die Deutschen, auf die ist ja immer Verlass..nicht. Die Botschaftssache war wohl das, was man unter Flop der Woche abstempeln könnte. Die konnten uns so ungefähr gar nicht weiterhelfen. Genausowenig wie die deutsch-portugiesische Aussenhandelskammer. Oder das Goetheinstitut. Oder Google. Oder Wikipedia. Oder der liebe Gott. (Okay, ich glaube ihr wisst, worauf ich hinauswill).
Fakt ist, ich brauche jemanden bis morgen und habe keinen. Dann muss ich dann wohl doch bettelnd beim Professor ankommen und um eine Gnadenfrist bitten. Hurra.
Also, an alle Mitleser, wenn ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt, der zufällig in Lissabon arbeitet. Bitte! Meldet euch! Over and Out.

Montag, 7. März 2011

Carnaval de Torres Vedras


Gestern war ich bei ner typisch portugiesischen Karnevalsparty in Torres Vedras, was so ca 50 km nördlich von Lissabon liegt. Das war ein Erasmustrip und wir sind mit insgesamt 4 Bussen und keine Ahnung wie vielen Menschen an Bord hingefahren. Vorher haben uns zum Vorglühen bei einer Freundin von mir, die direkt in der Nähe des Treffpunkts wohnt, getroffen. Die anderen hatten sich vorher schon abgesprochen und waren alle im Matrosenoutfit, aber weil Jelena und ich erst spontan über die Warteliste reingekommen sind mussten wir ein bisschen improvisieren und haben und also ein bisschen von den andern abgehoben ;) 


Im Prinzip ist der Karneval so ähnlich wie zu Hause, minus Mickie Krause & Co. Stattdessen laufen halt portugiesische Lieder die scheinbar alle mitsingen konnten außer uns und wir kannten vielleicht 5 Lieder am ganzen Abend (und das waren dann auch noch die Vengaboys, Shakira und DJ Ötzi). Ingesamt war es jedoch eine ziemlich lustige Angelegenheit, alle haben total abgespackt und man konnte tanzen wie der letzte Idiot und es hat niemanden interessiert. Das einzig blöde war jedoch, dass unser Bus um 5:45 Uhr portugiesischer Zeit (also in der Realität dann erst eine halbe Stunde später) wieder zurückfuhr, bis dahin wir alle sowas von erledigt und wollten nur noch schlafen. Zu Hause war ich letzten Endes erst um 8 , habe mich mit letzter Kraft ins Bett geschleppt und das Haus seitdem nicht mehr verlassen. Ich mag Ferien! 

Pünktlich

Ich hab Feeerien! Zwar nur bis Dienstag..aber egal!  Am Freitag war ich dann zum ersten Mal in dem Tutorium, wo ich letzte Woche zu spät war. Gott sei Dank konnte sich der Professor nicht an mich erinnern. Nach dem er ungelogen 5 mal nach meinem Namen gefragt hat meinte er dann, dass er es nicht toleriert, wenn Leute bei ihm zu spät kommen. 5 Minuten sind okay, 6 Minuten sind zu viel. Und dann (ich zitiere) „Aber da du ja aus Deutschland kommst sollte das ja kein Problem sein, ihr seid ja immer alle pünktlich“ Na wenn der wüsste, mit wem er es zu tun hat..! Ich habe einfach freundlich genickt :-)  Mich plagt auch so langsam das Gewissen, weil ich bis jetzt absolut nichts für die Uni gemacht habe, außer ein paar Texte ausgedruckt. Ich befürchte das wird sich noch rächen. 
Irgendwie ists bei mir immer noch son Urlaubsfeeling und ich finde es total unwirklich, dass ich seit einem Monat hier wohne und zur Uni gehe. Wahrscheinlich isses schon wieder vorbei, bevor ich mich mit dem Gedanken angefreundet hab, im März habe ich nämlich auch viel vor und im April geht’s dann los und ich muss meine ganzen reports machen und einreichen. AAH, ich will nicht! Gleich muss ich erstmal zur Deutschen Botschaft, denn wir müssen für Organizational Behaviour einen „Expat“ finden, also jemanden der von seinem Unternehmen nach Lissabon (oder halt für die Portugiesen in ein anderes Land) versetzt wurde und nach einer bestimmten Zeit wieder zurückmuss, finden und den dann interviewen und einen Report darüber schreiben. Da ich ja ZUFÄLLIG niemanden kenne, der sowas macht, werde ich mit ner anderen Deutschen zur Botschaft gehen und die um Hilfe anflehen. Hab schon von ein paar anderen Erasmusleuten gehört, dass es bei denen geklappt hat, also setz ich meine alle meine Hoffnung da rein, drückt mir also die Daumen!